Bei der Impfung wurde die Zeit auf den Laufzettel geschrieben. Im Überwachungsbereich warten die Patienten nach der Impfung noch auf etwaige allergische Reaktionen. Nach dieser Überwachungszeit geben die Patienten das Klemmbrett, die Unterlagen zurück und verlassen das Impfzentrum.
Es wird benötigt eine große Uhr, die die Uhrzeit anzeigt. Impfzeit plus Wartezeit können die Patienten selber rechnen.
Die Größe des Wartebereichs ist einfach bestimmbar. Bei einer Wartezeit von 30 Minute und einem Takt von alle zwei Minuten ein Patient, werden 15 Warteplätze benötigt. Wartezeit durch den Takt ist die Zahl der Plätze. Eine Überdimensionierung des Wartebereiches von mindestens 20% ist empfehlenswert. Auch sollte der Takt nicht unterschätzt werden, der Fasttrack setzt viele Patienten durch.
Der Wartebereich wird sinnvollerweise zusammen mit dem regulären Prozess betrieben. Er ist hier vor allem der Vollständigkeit halber aufgeführt.
Am Ausgang werden die Klemmbretter und die Unterlagen entgegengenommen. Die Klemmbretter gehen ohne Verzögerung an den Empfang (deswegen ist hier eine räumliche Nähe sehr sinnvoll) und helfen da, die Zahl der Patienten im Prozess zu steuern. Wenn die Zahl der Klemmbretter gut kontrolliert werden kann, dann gibt es innerhalb des Prozesses keine großen Staus und damit keine ungewollten Menschenansammlungen.
Da ich empfehle, die komplette Dokumentation im Prozess aus Geschwindigkeitsgründen nur über Papier zu machen, ist hier der Moment für Dokumentation. Die Frage, wie wichtig es ist, alle Informationen immer parat zu haben beantwortet auch wie kompliziert hier gehandelt werden muss. Schnell schlägt ordentlich, solange nichts verloren geht.
Papierablage nach Datum und Uhrzeit ist der einachste Weg. Eingscannt mit Datum, Uhrzeit, Name als Dateiname ist immer noch einfach. Eingescannt mit Texterkennung ist besser weil durchsuchbar. Eintragungen in die Datenbank wären die Steigerung.
Spannend ist, dass die Dokumentation in Form von Scans oder Datenbank auch noch in Wochen nachgezogen werden kann, es also keinen Grund gibt, nicht einfach anzufangen.
Und: Natürlich wird sich hier am Standardprozess orientiert, was da gemacht wird, wird auch hier gemacht. Nur eventuell nachgezogen.
Damit sind wir am Ende des Fasttrack-Prozesses angekommen. Er erlaubt mit sehr übersichtlichem Personal einen hohen Durchsatz. Jede Minute ein Patient ist möglich. Mehr durch Parallelisierung zu erreichen. Das heißt in der Konsequenz, jede Stunde 60 Patienten, ca. 350 Patienten pro Schicht, 700 pro Tag. Wir kommen da in Größenordnungen, die für kommunale Impfzentren als Gesamtleistung vorgesehen sind.
Jedes Impfzentrum sollte neben dem normalen Prozess auch einen Fasttrack haben. Wir haben sehr unterschiedliche Patienten, die geimpft werden und deren Unterschiede in Bezug auf Autonomie, Informationsbedürfnis und Wunsch auf einen schnellen Prozess sollten wir Rechnung tragen.
Der Fasttrack schafft eine Menge Arbeit weg, die dem regulären Prozess viel erspart und diesem erlaubt, sich auf die komplizierteren und langsameren Fälle zu konzentrieren.
Dazu kommt, dass der Fasttrack-Prozess durch seine Einfachheit im Alltag kaum Aufsicht benötigt und daher wenig Overhead fordert. Er ist robust, leistungsstark und zuverlässig. Wenn er nicht bei voller Leistung betrieben wird (z.B. weil der wahre Engpass die Impfdosen sind), dann ist er auch ein sehr angenehmer Arbeitsplatz. Bei vollem Durchsatz müssen Pausen bewusst gemacht werden, weil die Arbeitsverdichtung erheblich ist. Dafür ist er auch sehr leistungsfähig.
Ich baue den Prozess gerne mit Ihnen auf und sorge dafür, dass er leistungsfähig läuft. Sprechen Sie mich an.
Dies ist Teil einer Reihe über den Fasttrack-Prozess. Im nächsten Kapitel geht es um Für wen ist der Fasttrack-Prozess?, in welchen Bereichen findet er Anwendung.